Belichtungszeit einfach erklärt – Kameraeinstellungen

Die Belichtungszeit beschreibt, wie der Name sagt, die Zeit wie lange ein Bild belichtet wird. Also wie lange die Kamera Licht auf den Sensor fallen lässt, bevor sie die Öffnung, durch die das Licht auf den Sensor fällt, verschließt. Deshalb nennt man die Belichtungszeit auch Verschlusszeit.

Mit der Belichtungszeit kannst du Einfluss auf die Helligkeit deines Fotos nehmen. Wenn du lange belichtest, wird dein Bild heller, wenn du kürzer belichtest wird dein Bild dunkler. Dabei kommt es aber immer auch auf deine Blende und deine ISO Einstellung an. Eine allgemeine Einstellung, die immer funktioniert, gibt es also nicht. Es kommt unteranderem auch immer auf die vorherrschende Lichtsituation und dein Motiv an. Bei gutem Wetter beispielsweise kannst du eine kurze Belichtungszeit wählen. Wird es allerdings am Abend dunkler, kann es sinnvoll sein, länger zu belichten, um mehr Licht aufnehmen zu können. Wenn du aus der Hand, also ohne Stativ, fotografierst, solltest du dabei nicht unter ca. 1/80 Sekunde gehen (hängt vom Objektiv ab). Bei noch längerer Belichtungszeit kann es dir sonst passieren, dass dein Bild verwackelt. Denn umso länger du belichtest, umso anfälliger ist deine Kamera auch für kleine Bewegungen.

Tipps für schärfere Fotos

Interessant wird es, wenn Bewegung im Objekt ins Spiel kommt. Wenn du beispielsweise einen Wasserfall fotografieren möchtest. Bei langer Belichtungszeit wird der Wasserfall weich und in Bewegung auf dem Foto abgebildet, bei kurzer hingegen wird die Bewegung vom Wasser „eingefroren“.

Belichtungszeit Canon einstellen
Belichtungszeit bei Canon

Belichtungszeit in der Foodfotografie

In der Foodfotografie haben wir es in den seltensten Fällen mit Wasserfällen zu tun. Aber auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht, kann auch bei Lebensmittelfotografie Bewegung eine Rolle spielen.

Willst du z.B. eine Handbewegung aufnehmen, wie du gerade einen Kuchen mit Glasur bestreichst, kann eine lange Verschlusszeit ein gutes Gestaltungsmittel sein. Durch die lange Verschlusszeit wirkt die Hand „verschwommen“ was der Betrachter als Bewegung interpretiert. Auch genannt Bewegungsunschärfe.dsa Du kannst also mittels Verschlusszeit etwas mehr Dynamik in dein eigentlich statisches Bild bringen und es so etwas interessanter gestalten.

Belichtungszeit 1/8

Aber auch das Gegenteil, eine kurze Verschlusszeit, kannst du nutzen, um interessante Food Bilder zu gestalten. Wir haben gelernt: Mit kurzer Verschlusszeit werden Bewegungen eingefroren. Das macht oft bei Flüssigkeiten Sinn. Bei sehr kurzer Verschlusszeit (ca. 1/500) kannst du fließende Flüssigkeit einfrieren. Etwa wie hier beim Kaffee. Hier habe ich einen Eiswürfel in den Kaffee geworfen und währenddessen eine Serienaufnahme bei kurzer Belichtungszeit gemacht. Das Ergebnis: Der hochgespritzte Kaffee wird genau in der richtigen Millisekunde festgehalten und heraus kommt ein spannendes Bild.

Die Belichtungszeit ist also nicht nur dafür da, dein Foto heller oder dunkler zu belichten, sondern kann auch als gestalterisches Mittel genutzt werden, um spannende Bilder zu generieren.

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